Sonntag, 12. April 2009

Rostock sehen... und sterben



Wenn ich nicht in Baltimore an JHU sein müsste, würde ich gern in Rostock leben.

Warum Rostock? Denken Sie, daß Rostock keine Lebenstadt für einen echten Baltimorean ( oder Pariser) wie mich ist?

Die Antwort steht in dem Namen der Stadt: Hansestadt Rostock.

Wenn ich in Rostock wäre, würde ich mich erst auf in einem Schiff engagieren. Jeden Morgen würde ich um fünf Uhr aufstehen, während die Stadt noch schläft, und in das Fischerboot hineingehen. Die Luft würde einen angenehmen Duft haben. Das Geräusch der Seevögel würde überall sein. Wenn ich um zehn Uhr von der See zurückkäme, würde die ganze Stadt hellwach sein. Ich würde einen kleinen Kaffee mit einem meiner Seemannfreunde in dem Heiligengeisthof trinken. Wenn ich in Rostock noch studieren wollte, könnte ich zu der Universität Rostocks gehen, um Geschichte weiterzustudieren. 

Es wäre schön und würde Spaß machen. Die Hanse Sail würde der Höhepunkt meines Besuchs sein: Traditionssegler und Kreuzfahrtschiffe überall, und viele echte Seemänner zu treffen! Aber ich könnte auch zu dem Ostsee-Jazz Festival gehen, wo die harmonische Musik, mit dem Geräusch der See, mich einfach lüllen würde.

Ich würde in dieser Stadt immer träumen, ich würde von einem Festival zu einem anderen gleiten, als ob ich in einem Traum wäre. Ich möchte viele Stunden in dem Hafen verbringen, nichts zu machen. Es wäre schön dort zu sein, denn ich könnte in Albert Einsteins und Jan Ulrichs Fußstapfen treten. Wahrscheinlich könnte ich nicht das ganze Erbe dieser Stadt begreifen: eine Hansestadt, eine Musikstadt und eine wichtige Stadt der DDR! Ich wäre sicherlich zu Dokumentation- und Gedenkstätte der DDR Museum gehen. Wenn ich noch Zeit hätte, möchte ich auch das Kulturhistorisches Museum und das Heimatmuseum besuchen. Ich würde glücklich sein, wenn ich ein paar Tage in den historischen farbigen Häusern an Alexandrinenstraße in Warnenmüde stehen bleiben könnte. Ich wollte besonders die frische, belebende, jugendliche Atmosphäre einatmen.

Rostock scheint, der richtige Ort zu sein. Jetzt wird es beschlossen: diesen Sommer fahre ich absolut nach Rostock.

Montag, 2. März 2009

Neues Jahrhundert, neuer Stolz?


Starker Schwarz.
Lebhaftes Rot.
Gläzendes Gelb.

Die Farben des Videoclips von Mias "Was es ist" schlagen man direkt im Kopf. Was? Nationalstolz? In Deutschland? Das kann nicht sein. Mit einer so schwereren Geschichte wie der deutschen können die Deutsche, und dürfen sie kein solches Lied annehmen! Zwar war es vor fünfzig Jahre, aber für solche Sachen gibt es nie genug Zeit, um zu vergessen! Was denken die Deutsche, dass die Welt den schlechtesten Gräuel in der ganzen Geschichte vergessen hat? Warum denkt euch, dass man nie von einem deutschen Volk spricht? Und  mit einem kurzen Lied wird alles auslöschen? Bitte denkt ein bischen über die Tatsache: ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, "eine reine und ontolgische Bosheit," wie sagt V. Jankelevitch, "die von den deutschen Schweinen begangen wird." 
Aber nein, sagt das Lied, Deutschland braucht nur den Kopf drehen, and dann kann sie ihre frischen Spuren in den weißen Strand machen. Alles gut. Alles einfach.

Unsinn.


Immer die selbe Sprache über den verbotenden deutschen Nationalstolz. Aber hier kann das nicht sein. Je mehre Jahre vergehen, desto umstrittender wird diese Situation. Aber mit diesem Lied haben wir vor allem Kunst. Eine kristallinische Stimme, ein eingängischer Rhythmus, eine harmonische Melodie... was braucht man noch, um dieses Lied Kunst zu nennen? Außerdem wird das Lied von Frieds Gedicht eingeflößt: es demonstriert, dass alle Gefühle widersprüchliche sind, außer Liebe, die ist, wie es ist. Deshalb haben alle die bittere Meinungen, die früher zum Ausdruck gebracht werden, keine Gründe mehr zu sein haben. Kunst kann und muss provozieren, übersteigen, aufklären. Und sie kann nicht nur für etische Gründe verurteilt werden. War Louis-Ferdinand Celine, ein den größten Franzosischer Schriftsteller aber sehr fremd- und judenfeindlich, ein schlechter Künstler nur für diese Gründe? Und Günter Grass? Kunst übersteigt moralische Grenzen und die politischen Korrektheit.

Überdies ist es Zeit, die Meinungen zu ändern. Nationalstolz ist verstandlicherweise ein brisantes Thema. Aber die Geschichte wird nie aufgehört. Das Lied singt eine neue deutsche Identität. Viele Deutsche haben eine schwierige Verhältnis zu ihrer Nationalität. Die moderne Deustschland soll selbstbewusst sein. In Amerika gibt es amerikanische Fahnen und andere nationalistischen Zeichen überall: wird dieser Nationalstolz verurteilt? 

Deutsche müssten auch das Recht haben, Lieder über ihre Fahne und Liebe zu machen, ohne zu schockieren. 

Quellen:

Vladimir Jankelevitch, L'Imprescriptible : Pardonner? Dans l'honneur et la dignité, 1986

Goethe-Institut  http://www.goethe.de/INS/gb/lp/prj/mtg/men/lau/mia/deindex.htm

Indepedia.de http://www.indiepedia.de/index.php/Mia.

"So funktioniert Mia" Interview http://www.stadtkind.de/magazin/musik/detail.php?artikel=11060

Die Mia-Kontroverse http://www.intro.de/news/newsfeatures/23005929/die_mia-kontroverse_eier-hagel_gegen_lifestyle-nationalismus

Mittwoch, 11. Februar 2009

Die schlechte Erziehung



Unbestreitbar gibt es viele Streiten in der Großen Koalition. Über folgendes Thema jedoch gibt es ziemlich eine Einigkeit.

Die Idee kommt von dem türkischen Ministerpräsidenten Racep Tayyip Erdogan. Er schlug vor, in Deutschland türkischsprachige Schulen und Unterrichten einzusetzten. Er könnte das leichter machen, und warb konkret dafür: er erklärte, dass die Türkei bereit sei, Lehrer aus die Türkei nach Deutschland zu schicken. Wenn die deutsche Regierung es verhindert würde, wäre es ein großer Fehler für die türkische Integration, warnte er.

Überall in der deutschen politischen Welt werden diese Äußerungen verurteilt. CSU-Chef Huber beschreibt Erdogans Forderung als "ein Gift für die Integration".„Wer an einer türkischen Hochschule studieren will, kann dies in einer der 115 Universitäten in der Türkei tun“, sagte Sen, aus der SPD-Fraktion.

Keine Vereinfachung hier: die Frage ist nicht über Rassismus und Fremdfeindlichkeit, sondern über die Rolle des Ausbildungsystems, und über verschiedene Vorstellungen von Integration. Welche Integrationsmodell will Deutschland? Assimilation oder verschiedene Gemeinde? Frankreich oder die USA? Die Frage ist nicht so klar, natürlich. Aber Einwanderung, besonders türkische Einwanderung in Deutschland ist ein wicthiges und heikles Thema.
Nur eines ist sicher, in meiner Meinung: der Vorrang der Sprache in allen Integrationspolitiken. Wenn man beschließt, turkischsprachige Schulen und Unis in Deutschland zu gründen, macht man einen bedeutsamen Schritt, und es wird schwierig, später zurückzugehen.

Diese Debatte muss trotzdem wieder im Kontext gestellt werden, um sich eine relevante Meinung zu bauen. Der türkische Ministerpräsident hat diese Vorschläge gemacht, nachdem ein Feuer neun turkischstämmige Menschen getotet hat. Deshalb gab es eine gespannte Atmosphäre.
Außerdem sind die turkischsprachige Schulen keine ganz neue Idee. Es gibt sie schon in Berlin, aber auch in Köln, Hannover, Mannheim und Paderborn. Die sind Privatschulen, aber sie zeigen ein Modell, das ein Erfolg war, weil die Schüler doch schneller lernen, und werden nicht nach  der Orientierungstufe auf die Hauptschule geschickt.


Quellen:

Taggeschau, http://www.tagesschau.de/inland/erdogan22.html

WeltOnline, "Türkische Schulen in Deutschland? Gibt es längst!"
http://www.welt.de/politik/article1653966/Tuerkische_Schulen_in_Deutschland_Gibt_es_laengst.html

Focus, http://www.focus.de/politik/deutschland/integration_aid_237058.html

Spiegel, "CSU warnt vor Klein-Turkei"
 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534169,00.html

Freitag, 30. Januar 2009

Yes We Can?

Yes We Can ist ein Wort des Jahres 2008.

Warum?


Erstens ist es ein Angstschrei über die Welt. Es ist stark und eindrucksvoll. Wenn man es sagt, muss man es aufschreien.
Es ist auch ein Motto für Hoffnung. Die Nachrichten in den Medien  zeigen uns jeden Tag Kriege, Krisen, Armut und andere Traurigkeiten. Man muss reagieren. Dieses Wort ist ein Wort der Veränderung und des Fortschritts. Dieses Wort ist der Funke einer weltweiten Bewegung.
Der Mensch verläuft sich; er findet sich allein in einer globalisierten Welt, und er sucht seine Stelle, seine Rolle in dieser Gesellschaft.
Und der Temperaturanstieg? Das veranschaulicht den Platz des Mensches: er wird zwischen gigantische Mächte erdrückt.
Yes We Can ist eine ganz positive Kraft in einer ganz grauen Welt .

Yes We Can bedeutet auch die kollektive Macht: die Hoffnung, die Träume, die man sich vorstellen kann wenn man die kollektive Macht der Massen fühlt. Man könnte diese Kraft  sicherlich spüren während Obamas Eröffnungsrede, aber auch während Demonstrationen wie letzten Donnerstag in Frankreich. Die kollektive Macht stellt auch Fragen an den Wohlfahrsstaat: soll der Staat mehr Intervention in der Wirtschaft machen, um seinen Einwohnern eine bessere Lebensqualität zu geben?

Yes We Can ist nicht nur Englisch... es ist ein globales Wort, das die ganze Welt versteht. Dieses Jahr wurde dieses Wort UNIVERSAL.


[ Kann man das veranschaulichen? Genau, es ist ganz leicht! Man braucht nur sich in die deutschen Zeitungen zu  stürzen, und man sieht das Yes We Can ist überall:
Yes We Can für Spiegel Online: es ist wie einen Zauber, und "die Deutsche müssen das Yes We Can entzaubern"
Yes We Can für Stern: "Yes We Can be chic," Michelle Obama ist die Konigin der ganzen Modelwelt
Yes We Can für den Taggesspiegel : Yes We Can ist ein Wort für Welthoffnung, aber es is auch ein Wort für Machtmonopolisierung: die Welt muss aufpassen.
Yes We Can ist überall, in der deutschen Presse und in Internationlen Presse.
Yes We Can ist UNIVERSAL. w.z.b.w. ]

Mittwoch, 28. Januar 2009

Komm, gib mir deine Hand

Ich komme aus Frankreich.
Ich lebe in Baltimore.
Ich mache ein deutsches Blog.

Alles is ganz logisch.

Wilkommen!

Komm herein.